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Aida Vita

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#Schreibimpuls11

...Im Atemholen sind zweierlei Gnaden...

in meinen Kopf wiederholt sich der olle Goethe mit immer denselben Zeilen. Wie ein Mantra wickelt sich Wort für Wort zu einem Strang, während andere Gedanken kommen und gehen, kommen und gehen.
November, das Jahr fast geschafft, durchgehalten so scheint es, nur durchgehalten. Erst vier Wochen Pause vom ich, Pause von hier, Leben wie es auch sein könnte, aber schon brach es hinein in diese Auszeit. Die Freundin hatte eine neue Diagnose, der Krebs ist zurück. Diesmal an vielen Stellen, dieses mal noch schlimmer. Viel schlimmer. Aber glauben. Nur glauben und hoffen und Mut sammeln. Wird schon!


...Die Luft einziehen, sich ihrer entladen...

Ja Atem holen, atmen, ein und aus, ein und aus.
Dann Corona und Angst. Die Angst, mein ständiger Begleiter seit vier Jahren, als die Wechseljahre mit Wucht in meinen Alltag brachen und ihre schlimmste Begleiterscheinung mitbrachten, Panikattacken und Angst. Und Schwindel, immer dieser Schwindel, der mich zu Hause festkettete, jahrelang. Ich bin geübt darin. Zu Hause zu sein. Kontaktlos und doch in ständigem Kontakt zu allem, zu mir. Corona und alles geschlossen, alle zu Hause, alle in meiner Situation. Und Himmel, so blau wie zuletzt als Kind und der Gesang der Vögel. Konzentration auf einen Punkt, leben in Sichtweite.

... jenes bedrängt, dieses erfrischt

Dann endlich der Sommer, losfahren und doch ein ungutes Gefühl, aber atmen. Wärme von innen und Wärme von aussen und Liebe. Der Unfall, der Liebste musste seinen Partner versorgen, es steht schlimm, Intensivstation, Gerinsel im Kopf. Es muss gut ausgehen, es muss.
Dann der schlimme Anruf, der Mann auch intensiv, Schlaganfall.. In Eile packen, heim und dann diese Bilder, diese Gefühle. Intensivstation Schläuche, ein blasser, viel zu blasser Mensch dem das Leben die Worte geraubt hat. Mit Zeichen verständigen, es ist schlimm.
Leben im Alptraum, reine Reaktion, reine Funktion. Zusammenhalten , ordnen, klären, überleben.

... so wunderbar ist das Leben gemischt.

Existenzielle Angst, kein Geld mehr da für Miete, Strom und Hilfe. Von allen Seiten Hilfe und Liebe. Immer und immer wieder Liebe.
Wütend sein auf alles und aus der Wut die Kraft schöpfen zu tun. Lebendigstes aller Gefühle, kraftvolles, wunderbares Gefühl, die Wut.
Und Sommer. Die Pflanzen wachsen, als wäre es ihre letzte Chance, sie wuchern meinen Balkon zu, auf dem ich sitze in den Atempausen.
Wieder zu rauchen begonnen und in Frieden damit. Jede Zigarette ein Rauchopfer, ein sich erden, ein inne halten im Jetzt.
Und Liebe, sagte ich es schon? Liebe die mich ausfüllt, die ich bin, die in allem ist, die Alles ist.

...Du Danke Gott, wenn er dich presst

Nun stirbt sie, die Freundin. Und weiß es nicht und weiß es doch und ich bin nah und fern. Da und doch nicht da.
Der Tod. Maßloser, gieriger Verschlinger. Unersättlich und immer. Die Blätter fallen, viel Regen, wenig Sonne. Und der Alltag rotiert, dreht sich immer im Kreis, aufstehen und teilnehmen und schlafen und loslassen. Und Corona und die Schulen bleiben auf. Wieder die Sorge um die eigene Gesundheit, die der Lieben. Bilder die ängstigen und Angst die wütend macht und dann wieder still.
Ich ergebe mich. All dem, ja ja, ich geh schon in die Knie, ich bäume mich nicht mehr auf, oder nur wenig, nur hier und da.
Durchgehalten.
Und wenn es nur darum ging, eben nicht durchzuhalten?
Eben loszulassen?
Eben aufzugeben?
Ach, wie wir das fürchten, wie wir uns Mut machen, wir alle uns allen, gib nicht auf, halte durch.
Und wenn, wenn es nur darum ginge, zu sehen dass nichts passiert, wenn man aufgibt? Nichts anderes als ohnehin?

...und Dank ihm, wenn er dich wieder entlässt...

Es ist still. Innen und aussen.
Gedanken kommen und gehen und der olle Goethe wiederholt sich.
Und Hände räumen, schreiben, legen Wäsche und drehen eine Zigarette.
Hinter allem die Stille, die alles umfassende Stille auf deren Oberfläche Gedanken treiben, sich Worte finden und wieder versinken.
November 2020
im Atemholen sind zweierlei Gnaden...
3.11.20 12:39


Der Tod

Meine Freundin stirbt. Sie hat fünf Jahre gegen den Krebs gekämpft, jetzt sind da keine Reserven mehr. Sterben ist nicht leicht. Sie lässt ihr Leben los, wie ein zerfasertes Seil, Fädchen für Fädchen. Und sie weint, bei allem was ihr entgleitet. So viel gekämpft, so viel kontrolliert am Ende öffnen sich die Hände und halten nichts mehr fest.Es liegt Schmerz im sterben.Es ist Schönheit im sterben.Es macht klein, das sterben.Es mach groß, das sterben.Sie geht vor, ich bleibe noch ein bisschen. Darf bleiben. Dann gehe ich auch.
3.11.20 10:13


...

Wenn man so lange nichts mehr geschrieben hat, dann zufällig auf sein früheres Geschreibsel stößt und gar nicht dumm findet was man damals dachte, dann ist das ein eigenartiges Gefühl. So viel hat sich eigentlich gar nicht verändert und doch hat sich alles verändert. Die Welt ist stehengeblieben zwischenzeitlich, das Leben hat mich zu Boden geworfen wieder und wieder und mich liegen lassen. Wenn ich mir Schlimmes ausmalen konnte damals für meine Zukunft, hat mich das leben mit seinem Einfallsreichtum übertroffen, es kam schlimmer als man es sich ausmalen konnte und doch-> ich lebe. Lebe gar nicht mal so schlecht. Zerbrochen ja aber dennoch heil. Mit zunehmendem Alter geht es ja vielen so, dass sie wortloser werden, weil das was wichtig ist, nicht gesagt werden kann, nur getan, darum fällt es mir auch schwer zu erklären, warum ein Totalverlust gleichzeitig ein Gewinn ist. Das erklärt sich nicht, dass erlebt sich nur. Es ist die Liebe, die bleibt. Sie ist es auch, die verwandelt und formt. Sie ist es auch, die uns unsere ganze Hilflosigkeit erkennen lässt, denn nicht wir lieben, durch uns durch wird geliebt. Da hat man gar keine Wahl oder man meint etwas anderes als Liebe- es gibt ja vieles, was mit der Liebe verwechselt wird. Es ist das "sich ausliefern", was dafür sorgt, dass sich das, was man meint zu sein, auflöst. Die Idee von sich selbst weicht dann letztlich dem, was Sein ist...
8.12.12 22:48


...

8.12.12 22:36


Begleitsatz

"Alles, was ein Mensch glaubt, solang die Lichter in ihm noch nicht umgestellt sind, ist falsch, und wenn's noch so richtig ist – es ist so grundfalsch, daß man es gar nicht erfassen kann. " -Gustav Meyrink-
8.12.12 11:41


6.1.09 10:40


Aushalten,

durchhalten, oberflächlich alles in Ordnung, innen Chaos und keiner bemerkt es, zum Glück!?

Ein selbst geschaffenes Dilemma und kein Ausweg zu finden.

Einzige Hoffnung, es wird aufhören, irgendwann wird es verblassen, tut es nicht mehr weh und zieht nicht mehr so fürchterlich im Herz.

 

 

 

1.7.08 09:02


16.6.08 12:21


Die Worte

"Liebe" und "ich" gehören nicht zusammen.
13.6.08 15:09


Losgelassen

hab ich meinen schönen schwarzen Geliebten. Ich wusste nicht welche Stürme in mir losbrechen würden, das mein ganzes Sein, mein Körper, meine Seele, selbst mein Denken ihn so sehr missen würde, als wäre er Nahrung, Licht, Luft und Leben und ohne ihn alles nur noch Tod.

 

 

Ganz langsam, sehr sehr leise entsteht aus der Ruine meines Seins wieder mein Ich...ich ...ganz allein...

 

 

3.6.08 19:30


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