nun hatte ich wochenlang Angst, habe mich auseinander gesetzt mit meinem eigenen Tod, habe mich gefürchtet, mich gefasst...habe in die Tiefen gesehen...
Nun weiß ich es genau, ich habe keinen Krebs.
Es sollte mich erleichtern, aber das tut es nur sehr wenig...
Ich werde sterben! Wie ihr alle, wie wir alle...nur noch nicht jetzt, nur vielleicht noch nicht bald...
Was bleibt ist das Gefühl, dem Tod nicht entgehen zu können...und die süße, bittere Erfahrung noch am Leben zu sein....
Mag sein, das ich ungewöhnlich bin, mag sein all das was ich versuche ist falsch, ist ein Fehler...
Nun lebe ich so lange diesen Zwischenzustand, diesen Schwebezustand...
Zwei Männer, beide sehr sehr geliebt.
Das kann nicht sein!?
Es ist...
Nein, ich werde mich nicht entscheiden, denn ich scheide weder von dem einen, noch von dem anderen, beide sind ebenbürtig, nah, geliebt...
Das ist nicht auszuhalten?!
Ja es ist schwer! Weniger für mich, als für die beiden, denen ich mich zumute. Aber alles andere wäre nicht ich, wäre nicht richtig, wäre ein fauler Kompromiss...
Solange ich denken kann, war ich nicht kompatibel. Eben habe ich es wieder versucht, eine Woche lang...ich sollte es gelernt haben, auf Anerkennung von außen zu verzichten. Es tut immer noch weh...es irritiert mich immer noch, es wirbelt mich durcheinander...
Aber gäbe es nur schwarz und weiß, hätte ich nur die Wahl gemocht, anerkannt oder mir selber treu zu sein, es wäre keine Frage.
Natürlich wäre mir beides lieber, wer möchte nicht um seiner selbst willen geliebt werden? Aber ich lerne es, mich selbst zu beruhigen, mich selbst festzuhalten und meinen ganz eigenen Weg zu gehen. Auch wenn ich anecke, auch wenn es Konsequenzen gibt, auch wenn ich manchmal ein Gefühl von Einsamkeit habe.
Alles kann falsch sein, am Ende kann ich mich geirrt haben, aber es war dann mein Weg, meine Wahl, mein Wille.
hab ich meinen schönen schwarzen Geliebten. Ich wusste nicht welche Stürme in mir losbrechen würden, das mein ganzes Sein, mein Körper, meine Seele, selbst mein Denken ihn so sehr missen würde, als wäre er Nahrung, Licht, Luft und Leben und ohne ihn alles nur noch Tod.
Ganz langsam, sehr sehr leise entsteht aus der Ruine meines Seins wieder mein Ich...ich ...ganz allein...
hat heute Geburtstag, seit um sieben stehe ich in der Küche und backe und brate und bereite vor. Um 15.00Uhr werde ich sie her holen, hoffen das ihr alles gefällt und sie froh ist. Und dann werde ich abends wie im letzten Jahr, totmüde ins Bett fallen...
Das ich morgen 40 werde, vergesse ich lieber! Zu zwei Geburtstagen in Folge fehlt mir die Energie und ja, auch die Lust! Seit drei Jahren habe ich keinen Geburtstag mehr...